Geschrieben von: Administrator Dienstag, 19. Januar 2010 um 11:05 Uhr
„It takes five minutes to learn but a lifetime to master.“ Mike Sexton
Fast alle Pokerspieler haben diesen Satz schon mal gehört. Ihn zu hören ist eine Sache, ihn zu verinnerlichen wäre besser. Wie zum Beispiel Phil Ivey. Im Vorfeld des Final Table der WSOP 2009 sagte er: „Du kannst dich immer verbessern.“ Der da spricht, ist einer der besten und erfolgreichsten Pokerspieler der Welt. Seine Botschaft ist leicht zu verstehen. Egal, wer du bist und wie gut du zu sein glaubst, du kannst dich immer verbessern.
Wer sich diese Einstellung zu Herzen nimmt, der ist vor einem unter Pokerspielern weit verbeiteten Irrtum geschützt – meist halten wir uns für besser, als wir es in Wirklichkeit sind. Das Spiel selbst macht es uns leicht, das zu glauben. Habe ich nicht gerade eine sehr gute Session gespielt? Habe ich meine Gegner etwa nicht wunderbar ausgespielt? Kaum haben wir einen Aspekt des Spiels auch nur ein wenig besser verstanden, sind wir geneigt zu glauben, jetzt hätten wir alle Klippen umschifft. Endlich! Wahrscheinlicher ist, dass wir die anderen Gefahren, die uns begegnen werden, noch nicht erkannt haben. Poker verführt zu diesem Denken. Es befällt den Anfänger, aber auch den fortgeschrittenen Spieler immer wieder. Es ist ein ziemlich guter Kniff: Die Ergebnisse gaukeln uns etwas vor und die menschliche Psyche fällt bereitwillig darauf herein.
Das Schlimmste, was einem Anfänger passieren kann, ist wahrscheinlich, dass er gleich zu Beginn seiner Pokerkarriere einen guten Lauf hat. Er gewinnt und mit jeder gewonnenen Hand bauen sich falsche Erwartungen über das Spiel auf. Gewinnen ist scheinbar leicht, der Spieler hält sich für ein Naturtalent, dem die erfolgreichen Strategien quasi in den Schoss fallen – und verkennt dabei die Tiefe des Spiels. Von außen betrachtet sieht das Bild in etwa so aus: Tatsächlich steht der Spieler am Rande des Abgrunds, nur er sieht ihn nicht. Fällt er hinein, wird er nicht wissen, wie ihm geschieht. Dieser Abgrund ist all das, was es über Poker zu lernen gibt, und sei es nur über Texas Hold’em. Fürchten musst du diesen Abgrund nicht, nur wenn du ihn nicht siehst, ihn nicht wahrhaben willst, wirst du es als Pokerspieler schwer haben.
Vor ein paar Tagen las ich einen Artikel des Programmierers und „Director of Research“ von Google Inc., Peter Norvig, in dem es darum ging, wie lange ein Mensch benötigt, um es in einer bestimmten Sache zu einer Art Meisterschaft zu bringen (http://norvig.com/21-days.html). Etwa zehn Jahre lautete seine Antwort. Dabei könne es um so unterschiedliche Bereiche wie Schach, Schwimmen, Malen oder das Komponieren von Musik gehen, das spiele eigentlich keine Rolle. Um sich zu verbessern, sei nicht nur die ständige Praxis entscheidend, sondern auch dir selbst Aufgaben zu stellen, die jenseits deines gegenwärtigen Könnens liegen, es auszuprobieren, das Ergebnis zu analysieren und die Fehler zu korrigieren. Und genau das ist, was es die meisten erfolgreichen Pokerspieler tun. Sie geben sich dem Kreislauf von Analyse und Verbesserung hin. Es ist ein Teil des Spiels, den es zu erlernen und zu meistern gilt.
Lernerfolge stellen sich nicht von heute auf morgen ein. Du brauchst Geduld und Ausdauer. Falsche Erwartungen müssen durch realistische Ziele ersetzt werden. Sie können auch ein Gegengift gegen den Frust sein, wenn es mal nicht so läuft. Wie oft habe ich schon gelesen, dass Leute aus Frust über ihre mittelmäßigen Ergebnisse über ihrem Limit gespielt haben. Weil sie sich zu schade waren für das Limit darunter und weil sie den Erfolg erzwingen wollten. Meist gehen solche Experimente in die Hosen, und zwar so gründlich, dass so mancher die Karten ganz an den Nagel hängen will. Vielleicht besser für sie, wer weiß. Denn zwei Tugenden muss ein Pokerspieler mitbringen: Geduld und Ausdauer.
Wer mit Poker Geld verdienen möchte, akzeptiert die kurzfristigen Risiken und spielt für den langfristigen Erfolg. Du wirst dich an die Regeln für solides Bankrollmanagement halten. Die Bad Beats, die dich ereilen, interessieren dich nur, um zu überprüfen, ob du die Hand in der bestmöglichen Weise gespielt hast. Den Traum vom schnellen Geld überlässt du den Träumern. Poker ist kein Sprint, Poker ist ein Marathon. Wer sich darauf einlässt, dabei die Freude am Spiel bewahrt und seine Rätsel als geistige Herausforderung begreift, der wird erfolgreich sein. Und wenn dich das Glück dann doch noch ereilt, hast du es dir wahrscheinlich verdient.
Victor Vega
Geschrieben von: Phigo Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 17:31 Uhr
Liebe Pokern.com Gemeinde und die dies nicht werden wollen,
ein Jahr geht zu Ende. Ein Jahr das ich persönlich echt vergessen möchte. Viel Scheiße passiert, ja klar, irgendwas ist immer aber gewisse Dinge möchte man doch lieber nicht erleben. Eine Freundin gestorben, Erste Beerdigung.
Erste lange Beziehung endgültig abgeschlossen. Arbeit die mich nicht weiterbringt wurde endgültig zum Mega-Absturz. Naja, aber alles Schlechte hat ja auch wieder was Positives:
Es kommt ein neues Jahr, ein neuer Versuch. Ich habe mich gerade rasiert, was will der nun denken sich einige bestimmt: Ja ich habe mich rasiert, ich habe mich lange nicht rasiert um mir am letzten Tag des Jahres sagen zu können: Der Bart ist ab, Zeit für neues.
Um nun wieder den Poker-Rassisten etwas entgegen zu kommen:
Auch der lange Bart der SnGs ist endgültig ab. Ich habe mich nun seit meinem letzten Blogeintrag darum bemüht, 150 Stunden im Dezember mit Poker zu beschäftigen. 50k Hands.
Ja, was soll ich sagen ganz geschafft habe ichs nicht. Liegt einfach daran das ich mich mehr mit meiner Freundin als mit meiner 2ten Freundin beschäftigt habe. ^^ naja und es war Weihnachten mit Weihnachtsfeiern etc etc.
Das dazu. Facts:
Dezember Cashgame EDIT: Neuer Graph, alter war obv völlig falsch.

Mtts:
Omaha schenk ich mir sind nur knapp 30 Hände J
- 76 Stunden Cashgame
- 15 Stunden Mtts
- Videos geschaut so dass ich auf knapp 100 Stunden komme (die Forumsrumhängzeit mal von abgesehen)
Und meine ersten Stackoff auf NL50, danke noch mal Thrym.
Ziele für den nächsten Monat sind NL25 zu zerf*cken um dann NL50 in angriff zu nehmen, wär geil wenn ich es schaffe bis Februar, meinen Übergangsmonat, denn der Studentenhasser wird selbst Student (sollte nicht noch ein Jobangebot das gut bezahlt wird kommen).
So nun muss ich in der nächsten Stunde duschen Essen fertig machen und dann komm ich zu dem was wesentlich ist an Silvester: Halben Kasten Dunkles Weizen. F* Wodka, du bist ne dre***** H*R*. Dachte sich der Penner heute morgen vorm Kaufland auch, der fragt mich erst nach 40c und danach als ich meinte: „Nee Mann, ich hab keine Hand frei.“ Und er meinte: „Dann gib mir wenigstens ein Bier“
Was soll ich machen … nun sinds noch Neun heute. Neun für 2009 und das 10te in 2010!!!
GOGOGOGO Pokern.com
Frohes Neues!
Phigo.*
Geschrieben von: Administrator Mittwoch, 30. Dezember 2009 um 21:31 Uhr
Poker wäre nicht Poker ohne seine Schattenseiten. Sonst könntest du ja auch Monopoly oder Halma spielen. Pokerspieler sind Grenzgänger, sie wandeln zwischen Himmel und Hölle, mal läuft es, mal nicht. Alle Pokerspieler kennen das. Die Engel des Himmels sitzen ebenso mit am Pokertisch wie finstere Dämonen. Die Engel sorgen dafür, dass Darvin Moon, ein Holzfäller aus Maryland, fast die World Series of Poker gewinnt, während die finsteren Dämonen den Charakter der anderen vor schwere Prüfungen stellen. Das macht Pokern so wunderbar. Es bringt die Weisen zum Lachen und die Verrückten zum Heulen. Und die meisten von uns sind nicht weise genug, als dass wir nicht bei Gelegenheit auch zu den Verrückten gehören. Willkommen im Club!
Wenn von Pokerdämonen die Rede ist, dann führt an Tilt kein Weg vorbei. Tilt ist sowas wie die Todsünde des Pokerspielers. Deswegen geben Pokerspieler nicht gerne zu, dass sie tilten. Vor kurzem las ich das Ergebnis einer Umfrage in einem Pokerforum, ob die Spieler gelegentlich tilten. Deutlich mehr als 60 Prozent gaben an niemals zu tilten. Ich musste lachen und dachte, das hättet ihr gern. Was seid ihr? Zen-Meister? Durch einen Trick auf einer höheren Stufe der Evolution angekommen? Oder gleich von einem anderen Planeten?
Jedenfalls hatte ich meine Zweifel, ob da draußen wirklich eine Bande von vollkommenen, erleuchteten Geschöpfen an den Pokertischen saß. Die nie tilten, also bitte! Perry Friedman, einer der berühmten Tiltboys um Phil Gordon, hätte das für ein Gerücht gehalten. Tilt erwischt sie alle und immer wieder, auch die High Stakes Pros. Brian Townsend sagte nach einer Session, die ihn ziemlich tiltete: „Das Blut schoss mir in den Kopf, ich schwitzte und mein Gesichtshaut war gerötet.“ Mike Matusow entsorgte seinen Laptop im Pool. Patrik Antonius warf Gegenstände, die gerade in Reichweite waren, gegen eine Wand, wo sie hässliche Löcher hinterließen. Und Jay Rosenkrantz, der sich mit drei anderen Pokerspieler der Herausforderung stellte in zwei Monaten zwei Millionen zu erpokern und daraus eine TV-Show zu machen, mit Glanz und Glamour in Las Vegas, wusste, was er brauchte – einen Tiltraum, in dem wehrloses Gemüse beim Stressabbau zu Brei geschlagen wurde.
Damit ist in der Regel noch nicht ausgetiltet, das wäre zu harmlos. Ein Pokerspieler auf Tilt spielt nicht so gut, wie er es eigentlich könnte. Er jagt einem Draw hinterher, er überspielt Hände, er spielt mehr Hände, als für sein angekratztes Nervenkostüm gut wären, er missachtet die Position, er liefert sich Wortduelle im Chat mit seinerm Gegner, er versucht es dem Fisch oder Esel, der ihn erst auf Tilt gebracht, heimzuzahlen. Verdient hätte er es schließlich. Und weil ihn das viel Geld verlieren lässt, ist er bei anderen Pokerspielern so beliebt.
Da jeder tiltbar ist, legten es die Tiltboys um Perry Friedman drauf an. Warum sich mit ernsthaften Konzepten wie Sklanskys Implied Odds zufrieden geben, wenn du auch Implied Tilt Odds (ITO) haben kannst? Die Tiltboys haben ITO jahrelang im Selbstversuch getestet. Das Prinzip ist recht einfach: Du machst einen Einsatz oder einen Call, der nicht gerade als vorbildhaft gilt und auch nur wenig Erfolg verspricht, bei dem aber die Möglichkeit besteht, deinen Gegner zum Tilten zu bringen – für den Fall, dass du deine Zauberkarte triffst. Der Tilt, den du bei deinem Gegner hervorrufst, könnte sich später bezahlt machen. Das klingt niederträchtig, aber für die Tiltboys hat Tilt einen Wert es sich. Es geht nicht nur darum, dem Getilteten die Chips abzunehmen. Tilt kann ein Geschenk sein, Tilt ist quasi ein philosphisches Konzept, Tilt rüstet dich für alle Situationen des Lebens.
Bei manchen High Stakes Games drängt sich manchmal unweigerlich der Eindruck auf, dass sich das Spiel grundsätzlich um ITO dreht. Kürzlich beobachtete ich Tom Dwan bei seinem Match gegen den unbekannten Schweden Isildur1. Dwan erhöhte vor dem Flop bei Blinds von 500/1000 auf 3.000 Dollar, Isildur1 seinerseits legt noch etwas drauf – 12.000, Dwan bezahlt. Wir könnten jetzt ein wenig über die Bandbreite der Hände spekulieren, mit der Dwan eine 3bet vor dem Flop bezahlt. Ich kann es euch aber auch gleich sagen, es war 8h2h, und das ist eine Hand, die eigentlich nur aus einem Lehrbuch für Implied Tilt Odds stammen kann. So auch der Rest der Hand. Der Flop kommt QcTs2c. Isildur1 setzt $15.000, Dwan bezahlt. Der Turn ist ein 8s. Isildur1 wettet $34.000, Dwan geht All-In für etwa $250.000, Isildur1 snap-calls. Im Pot sind $570.000. Isildur1 zeigt Asse. Der River bringt eine 2d und der Pot wandert zu Dwan mit einem Full House. Die Hand hat Tilt-Potenzial. Allerdings lief es an diesem Tag bis dahin so schlecht für Dwan, dass nicht ausgeschlossen ist, dass Dwan selbst auf Tilt war. Dass es sich also um so etwas wie Reverse Implied Tilt Odds (RITO) handelte, was nichts anderes bedeutet, dass Tilt sich rächt. Du hast jemanden so übel getiltet, dass der Getiltete plötzlich wie ein Irrer spielt und - trifft. Was dich nachhaltig tilten könnte.
Kaum einem anderen Spiel gelingt es mit schöner Regelmäßigkeit, diesen mentalen, gelegentlich körperlichen Ausnahmezustand hervorzurufen. Tilt zeigt Menschen in einem Moment, wenn die Maske fällt, wenn Zorn, Wut, Schmerz ihre Handlungen bestimmen. Menschen neigen zum Tilt, auch in anderen Lebensbereichen. Zu meinen Lieblingstiltern gehört bis heute der Tennisspieler John McEnroe
Und McEnroe hatte jede Menge Implied Tilt Odds, ohne das er das im Moment seiner ungezügelten Tiltanfälle hätte ahnen können. Später stellte er sein Tilten im Dienst der Werbung nach und kassierte vermutlich die eine oder andere Million damit.
Denn mit zeitlichem Abstand betrachtet wird Tilt komisch. Der Moment mag hässlich sein: Tilt führt dich am Nasenring durch die Manege und stellt dich aus. So geht er ab, da kannste mal sehen. Es spielt eigentlich keine Rolle, ob die Ränge voll besetzt sind. Es reicht völlig sich den eigenen Tilt im Nachhhinein vor Augen zu führen. War ich das etwa?
Weiser ist es, du lachst drüber und lernst daraus.
Das sind die wahren „Implied Tilt Odds“. Jeder Tilt erzählt uns etwas über uns selbst. Über das Maß unserer Fähigkeit uns zu beherrschen oder uns beherrschen zu lassen. Über unsere innere Einstellung zum Spiel. Über unsere Bereitschaft aus unseren Fehlern zu lernen und dadurch zu einem besseren Spieler zu werden. Das unterscheidet die guten von den schlechten Spieler, die guten lernen daraus, die schlechten schrecken vor zu viel Selbsterkenntnis zurück. Bobby „The Owl“ Baldwin sagte, Poker forme den Charakter, gerade in den Zeiten, in denen es nicht so gut läuft. Wie gesagt, das macht Pokern so wunderbar. Es bringt die Weisen zum Lachen und die Verrückten zum Heulen.
Victor Vega
Geschrieben von: Figool Mittwoch, 23. Dezember 2009 um 03:52 Uhr
Guten Tag,
Ist das wahr? Nein, es kann nicht wahr sein. Wieder mal wurde mein Blogeintrag nach Fertigstellung gekickt und nicht veröffentlicht. Wahrscheinlich habe ich die Zeitspanne überschritten in welcher man mit dem Schreiben fertig sein muss. Keine Ahnung. Normal kopier ich immer den ganzen Text den ich geschrieben habe und kann ihn dann easy nochmal einfügen. Zur Sicherheit. Heute hab ich aber dummerweise den link vom Graphen und nicht den Text kopiert. Wenn also im weiteren Verlauf des Blogs ein leicht angepisster, aggressiver und hasserfüllter Unterton mitschwingt, tut es mit Leid. TOD HASS GEWALT.
Ich melde mich zu Wort nach einer äußerst besch...eidenen session. -3,2k auf NL400. Nun ja. Das kann mal passieren und haut mich nicht um. Richtig. Es kan MAL passieren. Mittlerweile bekomme ich session auf session auf die Nase und ich fang langsam an mich daran zu gewöhnen. Damit dies nicht passiert, werd ich semi pausieren und nur noch meinen Ironman-status halten. Ich kann nicht mal sagen, dass ich besonders schlecht spiele, aber wenn man 13k unter EV läuft, ca.30 stacks!!!, ist man mehr als bedient.Aber ich denke, damit muss man einfach leben wenn man pokert. Poker schuldet einem nichts!
Immerhin hat mir der Dezember meinen bislang größten Pot geschenkt. über 1000BB lagen in der Mitte.
http://www.pokerhand.org/?5007151 Ja villain war ein donk!
Über Silvester gehts für 5 Tage nach Prag mit 11 Freunden, die alle nichts mit Poker am Hut haben. Und das ist auch gut so. Ich freu mich drauf.
Wenn jemand da mal war kann er gerne in den comments mal ein paar Geheimtipps posten. Sind da noch ein wenig unentschlossen im Hinblick auf Silvester.
so, hier noch mein Graph, damit ihr auch was zum lachen habt.
Wünsche euch allen Frohe Weihnachten und nen guten Rutsch. Bis zum nächsten Jahr!
Figool
Geschrieben von: Pokerface Montag, 14. Dezember 2009 um 12:17 Uhr
Moin moin,
mit ein bisschen Verspätung und viel zu erzählen schließe ich mich jetzt den anderen Bloggern an und erzähle euch, was in den letzten Wochen so passiert ist:
Wie viele von euch sicherlich wissen, konnte ich im November ein Ticket zu einem 60-70 Mann Satellite in Wien ergattern, bei dem die ersten 10 einen Seat fürs 2,2k Main Event bekamen.Das habe ich mir natürlich nicht engehen lassen und so bin ich am 08.12 um 18:00 Uhr im Card Casino Montesino aufgekreuzt. Leider war ich total carddead und mein Stack verkleinerte sich immer weiter. Dann ein Preflop All-in mit JJ vs A3o gewonnen (Turn war nen A und der River nen J .... puuh :D) => 11k Stack, der sich bis zum Ende des Tages wieder auf 6,6k verkleinert hatte.
Nachdem Tag1 des Sattelites um ~23:00 beendet war, wurden wir noch alle von Everest zu ner richtig geilen VIP-After-Party im berühmten Wiener Nachtclub ?Passage? eingeladen. War echt lustig und ich hab ne menge coole Leute kennen gelernt.
Nur leider musste ich am nächsten Tag, wieder (verkatert, unausgeschlafen und ohne Frückstück) an den Satellite-Tisch zurück... mit einem 6,6k Stack bei Blinds von 800/1600 und noch etwa 40 Leuten left. Irgendwie habe ich trotzdem zur Bubble geschafft, die sich trotz massiver All-in-Action auf 1,5 Stunden gestreckt hat, weil IMMER der Shorty gewonnen hat!!! Gegen 15 Uhr stand dann fest, dass ich das Main Event, das am gleichen Tag um 17 Uhr anfängt, spielen darf.
Tag 1 des Main Events lief leider nicht viel für mich zusammen. Habe einen für den Zeitpunkt großen 4,2k Pot mit 88 gegen einen Fisch verloren, der OOP mit AQ squeezet und meine Turn Bet auf einem 422 3 Board bezahlt hat und am River seine Q trifft, aber abgesehen davon habe ich keine größeren Pötte gespielt und meinen 20k Starting Stack auf 18,7k runterblinden lassen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 180 von 254 Spielern im Turnier (27 ITM).
Tag 2 lief dann wieder ein bisschen besser: Nachdem ich einen loosen MP-Raiser mit A2o aus den Blinds ge3bettet habe und alle gefoldet haben, sagte mein Nachbar, der schon gemerkt hatte, dass ich in schönen Spots viel Crap 3bette, dass ich die Zwei zeigen soll.
Da ich auch wirklich eine Zwei auf der Hand hatte, konnte ich mir den Spaß nicht nehmen lassen und zeigte die Zwei. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich warum ich euch das erzähle. Naja.... nächste Hand bekomme ich AA und 3bette wieder einen Lateposition Raiser. Der Preflopraiser war sofort davon überzeugt, dass ich AA hatte und teilte das natürlich auch allen anderen am Tisch mit. Der BB hat wahrscheinlich nicht besonders gut zugehört und callt mit seinen Tens; der Preflop raiser callt auch und wir sehen zu dritt einen 678r Flop mit ~11k im Pot. Check/Check zu mir und ich Cbette 6,7k. Der BB callt und der PF-Raiser foldet. Am Turn kommt eine 7 und der BB check/Snapcallt meinen 13,8k Shove. Der Snapcall hat mich sehr stutzig gemacht, aber als er seine TT zeigt konnte ich wieder tief durchatmen und sehen wie der River blankt und ich auf 56k double.
Zu disem Zeitpunkt waren noch 127 Spieler left im Main Event.
Ansonsten noch 1x AK mit AA auf nem A high board gestackt => 100 Spieler left, dann einen Shorty, der am Button raiset, vom BB mit 55 ge3bettet. Er callt All-in mit AKo und gewinnt einen 46k Pot. => Runter auf 70k bei 800/1600 Blinds (79 Spieler left).
Den Tag beende ich mit 120k bei 90k Average und 58 Spieler im Feld.
Am 3. Tag werde ich an den Featured Table gemovet, der im Inet live übertragen wurde. Leider war ich recht Carddead und wir hatten ziemlich harte LAGs/Maniacs am Tisch, sodass ich nicht viel tun konnte außer auf Karten zu warten. Irgendwann fand ich dann AKs am Button und 3bette den Maniac, er shovet mit A9s über meine 3bet und ich stelle den Rest meinen Stacks rein. Er kann nicht aussucken und ich nehme ihn von Tisch und darf meine 250-260k Chips aufstacken (33 Spieler left - 27 ITM - Blinds bei 2k/4k 400 Ante).
Irgendwie hat meine Konzentration später am Tag aber stark nachgelassen und ich habe eine Hand wirklich wirklich schlecht gespielt: Ich bin im BB bei Blinds von 4k/8k/800 Ante und calle einen Btn raise auf 20k mit AJo. Der Flop kommt 268r und ich check/calle eine 26k Cbet, weil ich mir gute Equity gegen seine Range gebe. Der 8 Turn geht check/check und der River blankt mit einer offsuit 3. Ich weiß nicht was mich dazu bewegt hat hier eine 33,3k Bet rauszuhauen. Zu dem Zeitpunkt habe ich gedacht, dass ich ihn von AQ, AK und von kleinen PocketPairs bluffen könnte, weil ich nach dem Flop check/call selten Air habe, aber in Reality callt er auf so einem Board (5x Rag mit gepairtet TP-Karte) die kleinen PPs all day long und AQ/AK ist ein viel zu kleiner Part seiner Range. Naja er callt mit 5's und shippet den Pot.
Somit wird Tag 3 mit 121k Stack bei Blinds von 5k/10k/1k Ante beendet. Außer mir waren noch 16 andere Spieler im Rennen, sodass ich schon 5.000 EUR sicher hatte.
Tag 4 startet für mich wieder am Featured Table, wo ich direkt in der ersten Hand A9o in MP kriege. Mit 121k bei 5k/10k/1k Ante hatte ich hier ne schwere Entscheidung: Fold / Shove / Raise&Fold. Ich habe mich hier für Raise&Fold entschieden, da es einfach super stark aussieht, wenn ich mit so einem kleinen Stack so early raise. Leider 3bettet der Btn und ich muss mit 96k behind folden. (Meinungen?).
Die nächsten Stunden war ich total Carddead und musste zusehen wie mein Stack auf 70-80k sinkt. Dann finde ich KJs in UTG+1 und stelle meine 7-8BB in die Mitte. MP überlegt mit KTs und shovet mit seinen ~300k over the top, was ich für einen richtig schlechten Move halte. Außerdem wacht der SB oder BB mit QQ auf und stell seinen Stack dazu.
Es sieht also richtig übel für mich aus, bis dann der K am Flop hittet. Der Turn bringt noch einen Jc, der dem KTs spielen einen backdoor Flushdraw und mir TopTwo gibt. Der River "blankt" mit ner offsuit T. Ich shippe also den Mainpot und der KT-Spieler nimmt den QQ-Spieler vom Tisch.
Die nächsten Runden wieder total Carddead gewesen: Kein Ax, kein PP, keine Broadways.... NICHTS, sodass ich irgendwann nur noch 7-9BBs hatte und bei 8k/16k Blinds mit 2k Antes first in im Small Blind Q8s shove. Habe mich jetzt schon öfters dafür rechtfertigen müssen, weil viele nicht verstehen, warum ich hier meinen Stack mit "DAME ACHT" reinstelle, aber imo ist das nichtmal close. Jedes mal, wenn er foldet gewinne ich 34k an Blinds und Antes und wenn er callt habe ich locker 35-40% Equity gegen seine Range. Aber auch zu der Hand Comments please.
Naja, auf jeden Fall wacht der BB mit ATo auf, ich kann nicht aussucken und buste als 10. an der FT Bubble für 9.000 EUR.

Hab danach noch nen bisschen zum Entspannen NL200 Cashgame gespielt. Grandios was da abging: Erstmal nen 290€ Pot mit KT vs JQ allin auf KT9 verloren. Dann KJs vs AQo auf ATx mit Flushdraw verloren für einen 240€ Pot. Kings gelimp/3bettet auf 75€ und zwei Caller bekommen. Flop kommt 77T und ich stelle die beiden mit 50€ all-in. Der eine foldet und der andere callt mit 73s o.O für einen 330€ Pot. Dann raise ich A6s und kriege ~4 caller. Der Flop kommt AT2r und ich check calle eine Bet. Headsup kommt am Turn eine 6 und ich check/shove meine TwoPair. Er überlegt für 4 min und callt mich dann mit A5o für 0% win und 6,8% Tie. Naja whatever. Der River bringt eine T und wir splitten den 350€ Pot.
Trotzdem konnte ich mit 590€ Gewinn aufstehen, weil es nicht immer so mies lief. Ich limp/3bette AA und kriege nen 4bet shove von K9o und die Asse halten für 270€. 3way Preflop All-in mit AKo, nichts für mich im Board und trotzdem mucken beide ihre Hände gegen mein AK high für 420€.Ich 2Barrel AKo auf einem sehr drawheavy K high Board und checke den blank River zu dem Caller, der sofort All-in geht und nach meinem Call K6o für ein outkicktes Toppair zeigt. Ship it! Den Tisch habe ich dann mit >800€ verlassen und hatte mich für 200€ + 120€ eingkauft.
Insgesamt kann ich Wien und das Montesino Card Casino nur empfehlen. Die Pokeraction ist einfach grandios. Selbst wenn man sich um 11 Uhr morgens für das Main Event warmspielen wollte hat man einen Platz in einem saftigen Cashgame gefunden und Abends kommen Leute, die alle 5 Minuten einen neuen grünen Schein aus ihrer Tasche ziehen. Außerdem möchte ich hier auch nochmal ein ganz großes Lob an das Everest-Team aussprechen, das das komplette Event richtig gut organisiert hatte und immer präsent war wenn man einen Wunsch oder eine Frage hatte.
Ansonsten bedanke ich mir für die Aufmerksamkeit und wünsche euch viel Erfolg an den Tischen,
Pokerface
Seite 9 von 80
- Einfach für Echtgeldspiel anmelden
- im Kassebereich erhaltet ihr 10€ gratis ohne Einzahlung
- dazu noch jeden Tag, 365 Tage lang ein gratis Spin
- Downloadversion oder Sofortspielversion vorhanden
- diese Aktion funktioniert nur über diesen Link
zur 888Casino Promo
- Berechnung der Pot Odds
- Hutchison Punkte System
- Wie man bietet
- Biet-Strategien vor dem Flop
- Online Poker Tells
- Biet-Strukturen
- Bluffen
- Bieten bei No Limit und Pot Limit
- Sit and Go Strategien
- Spielertypen beim Poker
- Sit and Go Strategien für 10 Spieler
- Sit and Go
- Hutchison Punkte System für Omaha
- Tableimage
- Bluffen beim Poker
- Die Geschichte des Poker
- Table Selection beim Poker
- Die Position beim Pokern
- Endphase eines Sit and Go Turniers
- Table Image






